20120713

ich sitze weinend auf der bank im park, laute musik dröhnt in meinem kopf. versuche die stimmen in mir zu übertönen. sie werden lauter, immer lauter. und wütender. "schneide! schneide! schneide!" ich versuche wegzuhören, denke an die schönen dinge des lebens. versuche mir einzureden, dass es schöne dinge im leben gibt. das einzig schöne was es jedoch gibt, ist die klinge. wie sie mich ansieht, mich anlächelt und mir gut zuspricht. das ist einfach so viel wert. ich nehme sie in die hand. ich blicke in den himmel, mir wird klar das ich die verdammte klinge nicht brauche. ich brauche sie nicht und werde sie niemals wieder brauchen. also lege ich sie zur seite. ich versuche, an schöne sachen zu denken. denke an meine mädchen, meine lieben. sie sind immer da, bringen mich zum lachen. machen mich für seltene momente den schmerz vergessen. aber wissen sie, wie es in mir aussieht? kennen sie mich? wissen sie, wer ich wirklich bin? nein. nichts wissen sie. ich gebe vor jemanden zu sein, der ich verdammt nochmal nicht bin. denn ich bin geworden, wie ich doch niemals werden wollte. wieder kullern tränen mein gesicht hinunter, im augenwinkel sehe ich leute vorbeigehen. sie beachten mich nicht, bin ich ein niemand? eine leere hülle die hier sitzt? anscheinend. ich sehe nach rechts, nehme die klinge in die hand und setze ohne nachzudenken an. ein schnitt, zwei, drei, vier. das blut fließt, es tut gut. die leute sehen zu mir hinüber, doch niemand tut etwas. alle gehen sie weiter. niemand interessiert es. es ist okay. ich bin gerne für mich alleine. ich werde gerne ignoriert. bin gerne ein niemand, war es schon immer. warum sollte es sich nun ändern. warum.
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1 Kommentar:

Kyara hat gesagt…

hallo gesellschaft.
lieber ignoriern als mal zu fragen "hey mädchen was ist los?"
hauptsache gaffen.
das ist die heutige welt.

fühl dich gedrückt ♥