20120224

schatten überfluten mein zimmer, während ich leise kerzen anmache und vor mich hinsumme. 
die schatten bäumen sich vor mir auf, versuchen mich in sich zu verschlingen. 
ich sehe weg, habe zu große angst. 
dann greife ich zum buch, schlage es auf und versuche weiterzulesen. doch ich sehe lauter buchstaben, sie purzeln nacheinander aus dem buch, verteilen sich schweigend auf meinen bett. schnell versuche ich sie einzusammeln, es gelingt mir nicht. 
ich schlage das buch zu, die buchstaben erheben sich aus dem bett des grauens und wandern friedlich wieder in das buch. vorsichtig lege ich das buch weg, mache mir leise musik an und schließe die augen. 
schon nach kurzer zeit finden die ersten tränen den weg aus meinem auge, wandern die wange entlang und landen schließlich auf meinem kissen. 
ich mache die musik wieder aus, möchte keine negativen gedanken haben. 
möchte einmal nur abschalten und dieser welt entfliehen. 
ich setze mich aufrecht hin, wische noch die letzte träne aus meinem gesicht und stehe auf. die wände sind voll mit schatten, jagen mir große angst ein. 
ich sehe auf den boden, versuche nicht nach oben zu sehen und gehe langsam aus dem zimmer und verschwinde im bad. von weitem sticht mir ein monster ins auge, es sieht grauenhaft und böse aus. 
rote augen, aufgerissene lippen, schlechte haut und ungepflegte haare. langsam nähere ich mich ihm. 
und stück für stück wird mir bewusst, dass ich dieses elendige monster bin was ich im spiegel sehe. 
am liebsten würde ich mir nun die seele aus dem leib kotzen, nichts mehr ertragen müssen.
 ich sehe mich an, sehe leise tränen. 
schnell wende ich den blick ab, drehe mich um verlasse den raum der erfurcht und des hässlichen monsters. ich betrete mein zimmer, lege mich wieder ins bett. 
die kerzen puste ich aus, liege nun im dunkeln. 
die angst mein engster begleiter, fesselt mich, lacht mich aus und verschlingt mich schließlich in einem stück.

Kommentare:

nove hat gesagt…

ich liebe deinen blog sehr

deer hat gesagt…

dankeschön!